die alte weihrauchroute des jemen verlief durch wadi hadhramawt, eine abgelegene, aber spektakuläre oase mit fruchtbaren feldern und obstplantagen, die von trockenen, steinigen wüstenplateaus eingerahmt sind. es ist das größte wadi (oase) auf der arabischen halbinsel.
die region florierte im laufe der jahrhunderte, als mit weihrauch beladene karawanen – die wertvollste währung ihrer zeit, wertvoller als gold – und myrrhe wohlhabende städte hervorbrachten, die entlang ihrer routen blühten. in seiner blütezeit war shibam die berühmteste arabisch-islamische stadt im jemen. wie riesige sandburgen drängen sich fast 500 lehmturmgebäude mit bis zu acht stockwerken auf weniger als einem quadratkilometer zusammen. die meisten stammen aus dem 16. jahrhundert, aber viele sind hunderte von jahren älter. sie sind für außenstehende nur marginal von jenen zu unterscheiden, die erst vor 50 bis 100 jahren gebaut wurden, dank streng durchgesetzter vorschriften, die die verwendung traditioneller materialien vorschreiben.
shibam ist von stadtmauern umgeben, die aus den gleichen gebrannten lehmziegeln bestehen. es ist seit dem 3. jahrhundert n. chr. die hauptstadt des wadi hadhramawt und soll heute noch genauso aussehen wie im 16. jahrhundert. schwarz verschleierte frauen mit hohen hexenmützen aus stroh schlüpfen durch die schattigen hintergassen. unterkünfte in shibam beschränken sich auf das kleine, einfache und hübsche shibam guest house. die meisten besucher fahren die straße hinunter nach say’un, der größten stadt des tals, die an sich schon sehenswert ist, mit einigen der schönsten moscheen und minaretten im ganzen jemen.
welche stadt.
wo: 1 stunde flug, gefolgt von 30 minuten fahrt von sana’a; 6 stunden mit dem auto.
wie: die universal touring company in sana’a ist auf individuelle reiserouten zum wadi hadhramawt spezialisiert. tel. 967/1-272-861/2/3, fax 967/1-272-134 oder 967/1-275-384; tourismus@y.net.ye.
beste zeiten: märz und okt.
