Rotlichtviertel

was fasziniert amsterdam-besucher so an seinem rotlichtviertel (de walletjes), dass ein nächtlicher spaziergang durch dieses mittelalterliche herz der innenstadt dort oben mit den museumsschreinen von rembrandt und van gogh auf der agenda der meisten touristen steht? der älteste beruf der welt, der von geschäftsfrauen (und einigen männern) ausgeübt wird, die den ausdrücken „schaufensterdekoration“ und „schaufensterbummel“ eine neue bedeutung geben, wird hier in einem architektonisch interessanten (und nur geringfügig düsteren) labyrinth ausgestellt malerische gebäude mit giebeln und enge kanäle. amsterdam ist seit langem als „offene stadt“ bekannt, und diese bewohner der nacht sind seit 1984 registriert, reguliert und besteuert und werden von einer gewerkschaft vertreten. die vorliebe der stolzen holländischen haushälterin für schaufenster nimmt hier eine ganz besondere wendung. sie werden nicht viel sehen; es ist selten, dass sie von einem der rosenbeleuchteten fenster und ihren im allgemeinen teilnahmslosen bewohnern auch nur einen winkenden „komm her“-blick bekommen. aber vielleicht macht es das umso bemerkenswerter, zu sehen, wie diese damen der nacht geduldig auf ihren nächsten auftrag warten, sich die haare flechten, ihre nägel oder das kreuzworträtsel machen, dostojewski lesen, während sie matrosen, ausländischen geschäftsleuten, und verschiedene unschuldige im ausland.

was: website.

wo: hinter dem dam-platz, der bereich zwischen oudezijds voorburgwal (in der nähe der oude kerk) und oudezijds achterburgwal.

 

 

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